License Proxy

Lokaler Proxy für die Lizenzvalidierung von dbosoft-Produkten in Netzwerken ohne direkten Internetzugang.

Der License Proxy läuft in Ihrem Netzwerk und leitet Lizenzanfragen von dbosoft-Produkten an das Cloud-Backend weiter. Die Erkennung erfolgt automatisch über DNS-SRV-Records — auf den einzelnen Servern muss nichts konfiguriert werden. Betrieben wird er als Windows-Dienst oder Docker-Container.

DNS-basierte Erkennung

Produkte finden den Proxy automatisch über DNS-SRV-Records — ohne Konfiguration auf jedem einzelnen Server.

Health Monitoring

Ein integrierter Health-Endpoint macht den Proxy-Status für Ihr Monitoring sichtbar.

HTTPS & Zertifikate

Unterstützt HTTPS mit eigenen Zertifikaten für verschlüsselte Kommunikation innerhalb Ihres Netzwerks.

Unternehmens-Proxy-Unterstützung

Ausgehende Verbindungen können über Ihren Unternehmens-Proxy geleitet werden, falls auch der License Proxy keinen direkten Internetzugang hat.

Als Container betreiben

Ideal für Docker-, Podman- oder Kubernetes-Umgebungen. Image laden, per Umgebungsvariablen konfigurieren, Updates über den Image-Tag steuern. Keine Installation auf Betriebssystemebene nötig.

Container-Dokumentation auf GitHub

shell
docker pull ghcr.io/dbosoft/license-proxy:latest

Als Windows-Dienst installieren

Für klassische Windows-Server-Umgebungen. Der Dienst läuft im Hintergrund, startet automatisch mit dem System und bringt ein grafisches Konfigurationstool für Einrichtung und Zertifikatsverwaltung mit.

License Proxy Windows Setup

Downloads

Windows-Installer, eigenständige Binaries und Container-Images — passend für jede Umgebung.

DNS-Konfiguration

dbosoft-Produkte finden den License Proxy über DNS — vollautomatisch. Sobald die passenden SRV-Records in Ihrem internen DNS existieren, erkennt jeder Client im Netzwerk den Proxy selbstständig. Konfigurationsänderungen an einzelnen Servern sind nicht nötig.

So funktioniert die Erkennung

Bei der Lizenzvalidierung fragt das Produkt einen DNS-SRV-Record ab. Zuerst wird die HTTPS-Variante gesucht (_dbosoftlics._tcp), danach als Fallback die HTTP-Variante (_dbosoftlic._tcp). Das Domain-Suffix in der Abfrage stammt aus der DNS-Suchdomäne des Rechners — in Active-Directory-Umgebungen ist das in der Regel der AD-Domänenname. Liefert der SRV-Record ein Ergebnis, verbindet sich das Produkt mit dem angegebenen Host und Port.

SRV-Records anlegen

Legen Sie einen oder beide der folgenden SRV-Records in Ihrem internen DNS-Server an. Welchen Sie brauchen, hängt davon ab, ob der Proxy für HTTPS, HTTP oder beides konfiguriert ist.

HTTPS (empfohlen)

Clients fragen diesen Record zuerst ab. Die Kommunikation zwischen Client und Proxy ist verschlüsselt — relevant, wenn Lizenzanfragen über Netzwerksegmente hinweg laufen. Der Proxy benötigt ein TLS-Zertifikat, dem die Clients vertrauen, entweder von Ihrer internen CA oder manuell verteilt.

DienstPrioritätGewichtungPortZiel
_dbosoftlics._tcp.yourdomain.local005443licenseproxy.yourdomain.local

HTTP (Fallback)

Dieser Record wird nur abgefragt, wenn kein HTTPS-SRV-Record existiert. Keine Zertifikate nötig — einfacher einzurichten, aber der Datenverkehr zwischen Client und Proxy ist unverschlüsselt. Für isolierte Netzwerke, in denen der Proxy im selben Subnetz wie die Clients steht, eine sinnvolle Wahl.

DienstPrioritätGewichtungPortZiel
_dbosoftlic._tcp.yourdomain.local005080licenseproxy.yourdomain.local

Failover über mehrere Records

Sie können mehrere SRV-Records für denselben Dienstnamen anlegen, um Failover zu ermöglichen. Records mit niedrigerem Prioritätswert werden zuerst versucht. Bei gleicher Priorität bestimmt die Gewichtung, wie der Datenverkehr verteilt wird — ein höherer Wert bedeutet mehr Anfragen.

Das richtige Domain-Suffix wählen

Das Domain-Suffix im SRV-Record-Namen (der Teil 'yourdomain.local') muss mit der DNS-Suchdomäne Ihrer Clients übereinstimmen. In Active-Directory-Umgebungen ist das üblicherweise der AD-Domänenname, zum Beispiel corp.example.com. Der DNS-Resolver des Clients hängt dieses Suffix bei der SRV-Abfrage automatisch an. Falls Sie unsicher sind, welches Suffix Ihre Clients verwenden, prüfen Sie auf einem Client mit 'ipconfig /all' den Eintrag "DNS-Suffixsuchliste".

Konfiguration überprüfen

Führen Sie den folgenden Befehl auf einem Client aus — nicht auf dem Proxy selbst, denn Sie wollen sicherstellen, dass Clients den Record auflösen können. Die Antwort sollte den Hostnamen und Port Ihres Proxy enthalten. Bleibt die Abfrage ohne Ergebnis, prüfen Sie das Domain-Suffix und ob der SRV-Record auf dem DNS-Server veröffentlicht ist, den Ihre Clients abfragen.

shell
nslookup -type=SRV _dbosoftlics._tcp.yourdomain.local

Alternative: Direktzugang ohne Proxy

Wenn Ihre Server Internetzugang haben, brauchen Sie keinen License Proxy. Ohne lokale SRV-Records greifen dbosoft-Produkte automatisch auf die Lizenzdienste unter der Domain dbosoft.eu zurück. Stellen Sie in dem Fall sicher, dass Ihre Server die dbosoft-Service-Endpunkte erreichen können. Die aktuellen Endpunkte lassen sich mit folgendem Befehl ermitteln:

shell
nslookup -type=SRV _dbosoftlics._tcp.dbosoft.eu

Fragen zur Einrichtung?

Falls Sie Unterstützung beim Aufsetzen des License Proxy in Ihrer Umgebung brauchen, sprechen Sie uns an.